Der Master-Studiengang Erziehungswissenschaft – Psychosoziale Intervention an der International Psychoanalytic University Berlin bietet eine psychoanalytisch fundierte, anwendungsorientierte Ausbildung. Die Studierenden können zwischen drei Studienschwerpunkten wählen. Prävention insbesondere jugendlicher Delinquenz, Frühe Hilfen und Frühförderung sowie Psychodynamische Beratung. Das Studium ist zeitlich gegliedert, einzelne Studienabschnitte können je nach Bildungswunsch einzeln studiert und abgeschlossen werden. In jedem Studienabschnitt lernen die Studierenden in engem Kontakt zur beruflichen Praxis und entwickeln wissenschaftlich begründete und praktisch anwendbare Handlungskompetenzen.
Der weiterbildende Master „Erziehungswissenschaft – Psychosoziale Intervention“ soll berufsbegleitend studiert werden. Er ist in drei aufeinander folgende Studienabschnitte gegliedert:
Das Schwerpunktstudium wird in drei Studienrichtungen angeboten. Der Studierende muss sich spätestens zum Ende seines Grundlagenstudiums für eine der drei Varianten entscheiden:
Der Studierende erbringt pro Semester 15 ECTS. Die Lehrveranstaltungen werden blockweise angeboten, und zwar pro Semester eine volle Woche (36 Stunden) und vier Wochenenden (jeweils 12 Stunden).

Das Studium kann nach jedem der drei Studienabschnitte abgeschlossen werden. Hierdurch ergeben sich verschiedene Studiervarianten.
Studiervariante (1): Zielgruppe dieser Studiervariante bilden vor allem Bachelor-Absolventen sozialwissenschaftlicher Studiengänge (z. B. Erziehungswissenschaft, Psychologie oder Soziologie) einer Universität oder Fachhochschule. Diese Studierenden müssen sich nach dem Grundlagenstudium für eine der drei Studienrichtungen entscheiden. Nach dem Schwerpunktstudium in einer Studienrichtung können die Studierenden das Aufbaustudium belegen und die Master-Arbeit schreiben.
Nach acht (berufsbegleitenden) Semestern schließen die Studierenden das Studium mit 120 Leistungspunkten und einem Master of Arts „Erziehungswissenschaft – Psychosoziale Intervention“ mit einer der drei Studienrichtungen Delinquenzprävention, Frühen Hilfen/Frühförderung, Psychodynamische Beratung ab.
Studiervariante (2): Studierende mit einem sozialwissenschaftlichen Diplom (oder einem Magister, Master oder Staatsexamen) einer Universität oder Fachhochschule können das Grundlagenstudium auslassen und gleich mit dem Schwerpunktstudium beginnen. Wenn sie in ihrem vorigen Studium Leistungsnachweise über die Fachgebiete des Grundlagenstudiums erworben haben und einschlägige berufliche Vorerfahrungen nachweisen, können ihnen dafür bis zu 30 ECTS angerechnet werden. Diese Studierenden schließen ihr Studium nach 6 Semestern mit ebenfalls 120 ECTS (bzw. 90 ECTS, wenn Voraussetzungen für eine Anrechnung von Leistungen nicht gegeben sind) und dem Master of Arts „Erziehungswissenschaft – Psychosoziale Intervention“ mit einer der drei Studienrichtungen Delinquenzprävention, Frühen Hilfen/Frühförderung, Psychodynamische Beratung ab.
Studiervariante (3): Es ist möglich, nur das Schwerpunktstudium mit einer der drei Studienrichtungen zu belegen. Diese Variante ist für solche Sozialberufler interessant, die in dem sehr weiten Praxisfeld psychosozialer Intervention arbeiten, aber in ihrer Hochschulausbildung nur ungenügend auf die Berufspraxis vorbereitet wurden. In ihrem Studium werden sie auf dem von ihnen gewählten Praxisfeld (Delinquenzprävention, Frühe Hilfen/Frühförderung oder Psychodynamische Beratung) ihr Wissen erweitern und sich fachlich fundierte Handlungskompetenzen aneignen. Sie schließen das Schwerpunktstudium mit ihrer gewählten Studienrichtung ab und erhalten ein Zertifikat über einen weiterbildenden Master (60 ECTS).
Studiervariante (4): Schließlich können Studierende, die ihre allgemeinen fachlichen Kompetenzen als Berater (z. B. in der Einzelfall- oder Familienhilfe) verbessern wollen, ausschließlich die beiden Semester des Grundlagenstudiums belegen und mit einem Zertifikat (30 ECTS) abschließen. Dieses Studium wird ihnen ermöglichen, in unterschiedlichen psychosozialen Arbeitsfeldern (z. B. in der Einzelfall- oder Familienhilfe) fachlich kompetent zu arbeiten.
Der MA-Studiengang „Erziehungswissenschaft – Psychosoziale Intervention“ mit seinen drei Studienrichtungen Delinquenzprävention, Frühe Hilfen/Frühförderung und Psychodynamische Beratung und mit der Möglichkeit, einzelne Studienabschnitte als zertifizierte Fortbildung mit 30 ECTS oder als weiterbildende (Master)Studiengänge mit 60, 90 oder 120 ECTS abzuschließen, ist sowohl für Sozialberufler interessant, die sich allgemein oder spezialisiert auf ein Praxisfeld psychosozialer Intervention vorbereiten wollen, als auch für solche Pädagogen, Juristen, Mediziner und andere Sozialwissenschaftler, die den Wunsch haben, in den Einrichtungen psychosozialer Versorgung Leitungsverantwortung zu übernehmen oder die sich wissenschaftlich qualifizieren möchten – vielleicht mit dem Ziel einer Promotion und weiterer wissenschaftlicher Laufbahn.
Grundsätzlich wird ein Fachhochschul- oder Universitätsstudium (Diplom, Magister, Staatsexamen, Bachelor) vorausgesetzt. Infrage kommen insbesondere Absolventen eines erziehungswissenschaftlichen oder psychologischen Studienganges, ferner Absolventen anderer sozialwissenschaftlicher, medizinischer oder juristischer Studiengänge. Über Ausnahmen entscheidet die Hochschulleitung.
Es wird erwartet, dass die Bewerber spätestens bis zum Studienabschluss über eine mindestens zweijährige, einschlägige Berufserfahrung verfügen. Die Hochschule wird ein individualisiertes Auswahlverfahren anwenden.
Das Grundlagenstudium umfasst 30 ECTS, das entspricht dem Arbeitsaufwand für zwei Semester. Die Studierenden durchlaufen vier Basis-Module.
Sie erlangen differenziertes Wissen über die menschliche Entwicklung und ihre Störungen sowie verschiedene Beratungsansätze und –methoden. Darüberhinaus erlangen sie grundlegende Beobachtungs-, Berater- und Interventionskompetenzen.
Das Schwerpunktstudium (vier Semester, insgesamt 60 ECTS) mit seinen drei Studienrichtungen ermöglicht es dem Studierenden, sein individuelles Bildungsinteresse und seinen Weiterbildungsbedarf zur Geltung zu bringen. Zur Auswahl stehen die Studienrichtungen „Delinquenzprävention“, „Frühe Hilfen/Frühpädagogik“ und „Psychodynamische Beratung“.
Nach erfolgreichem Abschluss der Module des Schwerpunktstudiums besteht für interessierte Studierende die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Aufbaustudiums wissenschaftlich weiter zu qualifizieren und eine Master-Arbeit anzufertigen. Im 5. Semester können die Studierenden je nach individuellem Bildungswunsch zwischen zwei Modulen wählen.
Die Studiengebühren betragen pro Semester 1600 Euro